Julia Butterfly Hill und die Stimme der Wälder

Über die schamanischen Erfahrungen einer kalifornischen Umweltschützerin

1. Von Helden und Heroinen | 2. Der Ruf zum Abenteuer
3. In der Unterwelt | 4. Die Stimme der Wälder

5. Politik und Spiritualität

Julia Butterfly Hill auf der Spitze von LunaJulia B. Hill (das B. steht für Butterfly, denn als Kind hatte die amerikanische Umweltaktivistin eine besondere Beziehung zu eben diesem symbolträchtigen Insekt) hat sich über die Szene hinaus einen Namen gemacht, weil sie nicht nur den medien-gerechten Auftritt beherrscht, sondern durch ihr Verhalten bezeugt hat, mit ihrer ganzen Persönlichkeit einzustehen für das, worüber sie schreibt und spricht. Als Tochter eines Wanderpredigers versteht sie auch mit den Waffen der Redekunst umzugehen. Jedoch ist Julia nicht bloß eine von denen, die gern große Worte machen.  Das hat sie unwiderlegbar bewiesen, als sie im Oktober 1996 einen von der Abholzung bedrohten Mammutbaum in Nordkalifornien bestieg — keineswegs eine schnelle Aktion für die Journalistenkameras, denn ihre Füße sollten erst ganze 738 Tage später wieder den Waldboden berühren.

Dabei lassen sich Julias Erlebnisse1 nicht nur politisch und ökologisch deuten, sondern enthalten darüberhinausgehende Aspekte, die zu einer mythologischen Interpretation geradezu einladen. Dadurch gewinnen sie eine Tiefe, die sie auch vor dem Hintergrund von Heldenreise und schamanischer Erfahrung bemerkenswert erscheinen lassen.

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1. Von Helden und Heroinen

Zwei Jahre Leben und Überleben auf einem fünfundsechzig Meter hohen und tausend Jahre alten Waldriesen, das ist der Stoff, der Medieninteresse weckt — vor allem wenn es sich bei der Protagonistin um eine Zweiundzwanzigjährige handelt, so entschlossen wie fotogen. Julias Zeit als Baumbesetzerin, bedroht von Naturgewalten wie auch von den Motorsägen und Hubschraubern der Holzindustrie, liest sich nicht nur als spannender Bericht einer entschlossenen jugendlichen Akteurin im Dienste einer unterstützenswerten ökologischen Mission. Interessant ist ihre Geschichte nicht zuletzt wegen der inneren Erlebnisse, die Julia in ihren Erinnerungen schildert — Erlebnisse, die auf vertraute Weise an archetypische Bilder und Erfahrungen erinnern, wie sie von Schamanen und anderen empfänglichen Gemütern überliefert worden sind. Besonders bemerkenswert sind diese Erlebnisse auch, weil sie gleichsam auf natürliche Weise unter Extremsituationen hervorbrachen, ohne durch Techniken oder Rauschmittel herbeigeführt, oder auch nur herbeigesehnt worden zu sein.

Rebecca Armstrong hat in einem Essay2 die von Julia innerlich wie äußerlich durchlaufenen Stationen überzeugend als Phasen einer archetypischen Heldenreise beschrieben, wie sie von Joseph Campbell in seinem Klassiker Der Heros in tausend Gestalten untersucht worden sind. So wie der Protagonist im Monomythos einem Ruf folgt, um im Laufe einer Reise ins Unbekannte bestimmte prägende und herausfordernde (jedoch letztlich bereichernde) Situationen zu bestehen, hatte Julia allerlei Ängsten und Gefahren zu trotzen, um schließlich im Bestehen einer lebensgefährlichen Situation bei Stürmen mit einhundertzwanzig Stundenkilometern eine innere wie äußere Verwandlung zu durchlaufen.

Die Geschichte von Julia Butterfly Hill eignet sich in besonderem Maße, um die Gültigkeit des Monomythos — jenes psychologisch-metaphysischen Modells, das Joseph Campbell aus zumeist männlich geprägten Mythen und Märchen herausgelesen hat — für Frauen zu erkunden.

Tatsächlich haben verschiedene Autorinnen — so etwa Jean Houston oder Jean Shinoda Bolen, und eben auch Rebecca Armstrong längst begonnen, die Heroinenreise zu erforschen. Diese Arbeit soll ihnen hier nicht von einem männlichen Autor abgenommen werden — wie sollte dies auch möglich sein?

Der Blick auf die innere und äußere Reise der modernen Heroine Julia Hill lohnt sich auch unabhängig von solchen Bestrebungen. Viele Schicksale, kleine und große, lassen sich als Heldenreise deuten. In nur wenigen allerdings finden sich die verschiedenen Wegstationen auf eine so ausgeprägte und beeindruckende Weise wieder, wie in der Geschichte jener jungen Frau, die einen Urwaldriesen bestieg, um nach mehr als zwei Jahren zutiefst verwandelt zurückzukommen, und durch die ihr eigentümliche Integrität und Beharrlichkeit zahlreiche Menschen — Männer wie Frauen — zu inspirieren.

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2. Der Ruf zum Abenteuer

Buchwidmung von Julia B. Hill: "Fyreflye -- alles, was wir tun und sagen verändert die Welt!"
Kein Gedanke, keine Tat ohne Folgen — Buchwidmung
von Julia B. Hill: "Fyreflye ~ alles, was wir tun und sagen
verändert die Welt!"

Ein jedes Abenteuer beginnt mit einem Ruf, der uns aus dem vertrauten Reaktionsmuster von Anforderungen unseres Körpers und unserer Umwelt herausreißt. Julia B. Hills Weckruf erfolgte durch einen Autounfall, der sie beinahe das Leben gekostet hätte. Nach einem langen Krankenhausaufenthalt veräußert die gerade Genesende fast alle Besitztümer und schließt sich spontan einer Gruppe von Freunden an, die eine Autoreise mit unbestimmtem Ziel unternehmen.

"Das Erbe meiner Eltern begann sich bemerkbar zu machen. Letztendlich bin ich wohl wirklich eine Predigerstochter durch und durch. Nachdem ich so einen  furchtbaren Unfall überlebt hatte, beschloss ich, mein Leben zu ändern und einen mehr spirituellen Weg zu verfolgen. Wenn ich wieder heil und ganz werden wollte — und zwar an Körper, Seele und Geist —, dann musste ich herausfinden, wo mein Platz im Leben war und welche Aufgabe ich zu erfüllen hatte."3

Gesund an Körper, Seele und Geist zu werden — dazu verhilft der mythische Held, laut Joseph Campbells unerschöpflichem Buch über den Heros in tausend Gestalten, nicht nur sich selbst, sondern infolgedessen auch der Gesellschaft, deren mangelhafter Zustand letztendlich der Grund war, der ihn zum Aufbruch veranlasst hatte.

Die in Julias Buch festgehaltenen Ereignisse aufgreifend, schildert Rebecca Armstrong in ihrem Essay, wie Julia enthusiastisch auf den Ruf eines Aktivisten reagiert, einer auffälligen Gestalt, die auch optisch dem gerecht wird, was wir uns gemeinhin unter einer mythischen Gestalt vorstellen, und der auf der Suche nach einem Baumbesetzer für Luna die spontane Zustimmung Julias weckt, die noch gar nichts weiß über die Hintergründe und Anforderungen solcher Aktionen. Sie ist, zu diesem Zeitpunkt, ein reiner Tor, eine Art Parzival, naiv und unerfahren, jedoch voller Ideale und darauf gründendem Kampfgeist.

Tatsächlich jedoch ist der eigentliche Ruf schon früher erfolgt, zwischen Autounfall und dem Auftreten jenes Aktivisten mit Zahnlücke, eingefallenen Wangen, und tiefliegenden Augen, eingerahmt von dichten Augenbrauen ...

Bereits auf ihrer scheinbar ziellosen Autofahrt, die sie im Anschluss an ihren Krankenhausaufenthalt unternahm, machte Julia Hill ihre erste Begegnung mit der Stimme der Wälder. Zwei Nachbarn erzählten ihr von einer Autofahrt an die Westküste, die sie zu unternehmen planten. Nachdem ein dritter Mitfahrer kurzfristig ausgefallen war, entschied sich Julia kurzentschlossen, für diesen einzuspringen.

Das Leben von Helden und Heroinen scheint zuweilen ganz dem Zufall zu folgen, einem Zufall jedoch, der sich im Nachhinein manchmal wie eine Reihe logisch aufeinanderfolgender Ereignisse ausnimmt. Joseph Campbell pflegte oft den Philosophen Schopenhauer zu zitieren, der sich in einer seiner Schriften4 Gedanken über die scheinbare Absichtlichkeit macht, wie sie sich im Rückblick auf ein (geglücktes) Leben einzustellen vermag: Was im Moment des Erlebens wie Zufall oder Geworfensein erschien, kann im Nachhinein wirken wie der harmonische und sinnerfüllte Bestandteil eines kompliziert verästelten Lebensweges, der dem Wachsen eines Baumes gleicht, eines Lebensbaums, den kaum ein realer Baum besser zu verkörpern vermag als jener Mammutbaum mit dem Namen Luna.

Doch es gibt viele Lunas, auch wenn Bäume gemeinhin keine Namen tragen. Der Baum namens Luna ist prominent geworden, wie auch so viele menschliche Prominente, nämlich ohne dass ihn Nennenswertes auszeichnen würde gegenüber seinen Artgenossen. Die Auszeichung besteht in vielmehr in der Öffentlichkeit selber, die sich dem Zufall oder aber derselben anscheinenden Planmäßigkeit verdankt, von der Schopenhauer gesprochen hat.

Jason und Jori, jene Begleiter auf der Autofahrt an die Westküste, hatten sich entschlossen, die Mammutbäume im Grizzly Creek State Park aus der Ferne, von der Straße aus zu betrachten, da ihnen die Mitnahme ihres Hundes in den Naturpark nicht erlaubt war.

Julia reicht dies nicht. Ihre Freunde weist sie an, ihr Gepäck bei der Forststation abzugeben, falls sie nicht nach der vereinbarten kurzen Pause von fünfzehn Minuten zurück sei. Ob die Freunde gewartet haben, verrät uns die Autorin nicht. Wesentlich ist für sie, was in jener zeitlosen Zeit geschah, die vielleicht fünfzehn Minuten oder eine Ewigkeit einnahm.

"Während ich die Hauptstraße überquerte", erinnert sich Julia, "hatte ich das Gefühl, als würde irgendetwas nach mir rufen. Als ich den Wald erreicht hatte, begann ich, immer schneller zu gehen, und dann spürte ich eine belebende Energie und fing an zu laufen und über die am Boden liegenden Äste zu springen, während ich immer tiefer in den Wald vordrang."

Ob Heros oder Heroine — geographische Grenzen markieren oft auch geistige Horizonte, und jeder, der die praktischen und weltanschaulichen Umzäunungen der eigenen Kultur hinter sich gelassen hat, findet sich alsbald in einer Welt voller Wunder und Schrecken wieder.

Im Falle Julias überwiegen zunächst die Wunder. Tiefer in die Wälder vordringend, staunt sie über Flechten, Moose, Schwämme sowie über Farne von phantastischer Größe, eine Welt voll unbekannten Lebens. Bäume von vertrautem Wuchs weichen, je weiter sie fortschreitet, urzeitlichen Baumriesen, so hoch wie Gebäude mit vielleicht fünfzehn oder zwanzig Stockwerken.

"Zum ersten Mal spürte ich wirklich, was es hieß, lebendig zu sein, sich mit allem Leben und der ihm innewohnenden Wahrheit verbunden zu fühlen — nicht der Wahrheit, die uns von so genannten Wissenschaftlern, von Politikern oder anderen Menschen vermittelt wird, sondern der Wahrheit, die im Innersten der Schöpfung existiert."

Wir haben die Wirklichkeit von Geld, Gesetz, bürgerlicher Moral und Übereinkunft verlassen, und sind in der Natur angekommen einer Natur allerdings, die gefährlich und faszinierend zugleich ist. Mit den Vorurteilen der Welt des gemeinen Tages behaftet, verlässt die Heroine, dem Vorbild aller mythischen Heldenreisen folgend, auch die Sicherheiten und Annehmlichkeiten der zivilisierten Welt. Letztere ist, in Form von roher Gewalt, längst auch in diesen unbekannten Bereich urtümlichen Lebens eingedrungen — den Tränen über die Schönheit und Majestät des Waldes sollten bald Tränen über eine Spur der Verwüstung folgen, die man gemeinhin den Heuschrecken nachsagt, denn:

Ödland: Spuren eines entgleisten Kapitalismus
Ödland: Spuren eines entgleisten Kapitalismus

"Zwei Wochen später erfuhr ich, dass ich auf dem Weg nur noch etwas weiter hätte gehen müssen, um zu einem Kahlschlag zu gelangen, der das Werk der Pacific Lumber/Maxxam Corporation war. Sie hatte diese Bäume, die Tausende von Jahren gewachsen waren, in wenigen Augenblicken mit Kettensägen fällen lassen. Weniger als drei Prozent dieser einzigartigen Wunderwerke der Natur sind auf der Welt noch erhalten, der Rest wurde in Bauholz und Gartenmöbel verwandelt.

Es gibt in diesem Land Organisationen, die sich für die Erhaltung von Jahrhunderte alten Kirchen einsetzen, aber diese Bäume hatten keine Lobby, die ihr tausend Jahre altes Leben vor Maxxams Gier bewahrte. Als ich von dem Kahlschlag erfuhr, hatte ich das Gefühl, als sei mit dem Wald ein Teil von mir selbst in Stücke gerissen und verletzt worden. Diese majestätischen alten Plätze, welche die heiligsten Tempel sind und mehr Spiritualität bergen als jede Kirche, wurden zu Kahlschlägen und Erdrutschen."

Zivilisationen pflegen Schutzwälle aufzubauen gegen die Kräfte der Natur, die zuweilen bedrohlich wirken können. Innerhalb dieser Schutzwälle, die aus so unterschiedlichen Stoffen wie Autobahnen, Gesetzbüchern und Sozialversicherungen gebaut sein können, erscheinen uns die Kräfte der Zivilisation, im Gegensatz zu denen der Natur, als gerichtet und dadurch heilsam, eben als zivilisiert. Es sind einige Schritte außerhalb des vertrauten Blickwinkels nötig, um zu erkennen, dass die Zivilisation ebenfalls gewalttätig sein kann. Diese Gewalt jedoch haben wir in ferne Landstriche und damit aus unserer Augenweite verbannt. Welche Aufgabe könnte würdiger sein für eine Heroine, als sich diesen Gewalten auszusetzen, um der Zivilisation die Augen zu öffnen, und damit zu einer ausgeglicheneren Balance zwischen Mensch und Natur beizutragen!

Die Heroine hat, aus einer Gewohnheiten, Konditionierungen und Wertvorstellungen transzendierenden Erfahrung heraus ihre Aufgabe erhalten. Der Ruf von Held und Heroine zu einem persönlichen und unverwechselbaren Abenteuer, erwächst nur allzuoft, wie man in Der Heros in tausend Gestalten nachlesen kann, aus der Erfahrung eines schmerzlichen Mangels oder Verlusts heraus. Um sich eines Verlusts als solchem bewusst zu werden, bedarf es jedoch zunächst einer Erfahrung der Fülle in Julias Fall die ehrfurchtvolle Begegnung mit der Natur, oder, in den Worten des Mythos: einer Begegnung mit der Göttin. Als sie den Wald verlässt, so Julia in ihren Erinnerungen, ist sie nicht mehr dieselbe Frau. "Ich spürte plötzlich einen Ruf, aber ich wusste nicht genau, ob er echt war."

Als Predigerstochter lag es nahe, um Führung zu beten; Bezeichnenderweise begibt sie sich zu diesem Zweck nicht in eine Kirche, sondern fährt zurück an die Lost Cost, an einen Ort im Wald, den sie bei ihrem vorherigen Besuch entdeckt, und der eine magische Anziehungskraft auf sie ausgeübt hatte.

Die Esoterikszene spricht im Zusammenhang mit solchen ortsgebundenen Impulsen gerne von Kraftorten. Geht der Impuls wirklich von solchen Orten aus, oder sind es vielmehr in uns selbst brachliegende psychische Energien, die durch geeignete Stimulierung von Außen plötzlich freigesetzt werden? Letztlich spielt es keine Rolle, ob wir an Kraftorte glauben, oder aber Erlebtes lieber der Projektionskraft unserer Psyche zurechnen. Was zählt ist allein, geeignete Mittel zu finden, um psychische Energien freizusetzen, die uns auf unserem nächsten Schritt weiterhelfen können. Das Woher spielt eine untergeordnete Rolle. Und auch, ob wir die nötige Kraft in Gebet, Meditation oder durch das Pilgern zu Tempeln, Waldestiefen oder anderen Orten finden, ist nicht maßgeblich.

Umso wirksamer  jedoch, wenn sich durch zufällige oder schicksalhafte Fügung — eine verblüffende Übereinstimmung von innerem und äußerem Erleben ergibt:

"Ich stand auf und wollte gehen. In diesem Moment fand ich einen Kristall — einen Amethyst. Der Amethyst ist mein Geburtsstein. Die Synchronizität war zu erstaunlich, um als Zufall gelten zu können. Mir schien, dass die geistige Welt meine Entscheidung gebilligt hatte."

Eine Entscheidung jedoch nicht etwa zu vordergründigen Protestaktionen, sondern, wie sich letztlich herausstellen sollte, zu einer Extremerfahrung, die das Bewusstsein leidensvoll zu formatisieren geeignet ist. Während die unvermittelte Äußerung öffentlichen Protests häufig bloß unser wucherndes Ego bestätigen hilft, indem wir uns ein Selbstverständnis moralischer Überlegenheit zulegen, gehen Held und Heroine einen anderen, schmerzvolleren, aber eben auch effektiveren Weg. Am Anfang steht nicht Demonstration, sondern Transformation. Erst die Verwandlung des Geistes, das Erringen des Elixiers eines neuen und veränderten Bewussteins, ermöglicht, auf legitime, gleichsam von den Kräften des Mythos authorisierte Weise, in der Welt zu wirken.

In der Sprache der Mythologie sind solche Erlebnisse, in denen psychische Kräfte aufgewirbelt werden, die gewöhnlich unterhalb des Tagesbewusstseins schlummern, als Unterweltreisen bekannt. Eine solche Reise jedoch ist nicht durch vernünftige Planung und Absicherung gestaltbar. Und manchmal kann die Unkenntnis über das, was den Helden erwartet, im Nachhinein geradezu als ein Segen erfahren werden: "Hätte ich geahnt, was mir bevorstand, dann bin ich nicht sicher, ob ich diesem dringenden Ruf so bereitwillig gefolgt wäre."

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3. In der Unterwelt

Die Unterwelt ist, letztlich, eine Innenwelt. Sie vermag sich hoch auf den Wipfeln urtümlicher Bäume abzuspielen, in Büros und Großstadtwohnungen genauso wie in den entlegensten Gebieten innerhalb und außerhalb der Zivilisation. Entscheidend ist, dass sich unser Bewusstsein einer Situation aussetzt, die jenseits des Erfahrungsbereichs unserer Mitmenschen liegt. Grenzsituationen können Helden auf vielfache Weise scheitern lassen, durch Tod, Krankheit, Verderben — oder eine tiefen inneren Verwandlung Vorschub leisten.

Dazu ist jedoch vielfach eine tatsächliche Abkapselung nötig: Der Held zieht sich zurück, wenn nicht in eine faktische Unterwelt, so doch in die Einsamkeit einer Studierstube, eines Labors oder eines Künstlerateliers. Der Bauch des Wals ist nur eine weitere Metapher für die Nachtmeerfahrt — und auch die bedarf keiner Gewässer, Ozeane, Wale oder Boote, sondern allein einer empfänglichen Seele.

Wie durch Julia Hill bezeugt, kann sich diese Einsamkeit aber auch heute noch faktisch dort abspielen, wo man sie in mittelalterlichen Gralsgeschichten und indischen Heiligenlegenden am ehesten vermutet: Im Wald.

Natürlich gibt es auch Glücksmomente, so etwa, als es zu einer Annäherung zwischen der Baumbesetzerin und einzelnen Arbeitern der Holzindustrie kommt, die plötzlich beginnen, Julia als Mensch wahrzunehmen, nachdem sie ein Portraitfoto heruntergereicht hatte. Und erst recht, als eine Gruppe von trommelnden Aktivisten den Hang heraufzieht, um Solidarität zu bekunden, darunter Micky Hart5, Schlagzeuger von Grateful Dead: Eine tanzende Julia, hoch in den Bäumen.

Stürme mit einhundertzwanzig Stundenkilometern jedoch können tödlich sein, wenn man sich auf einer fragilen Plattform, dicht unter der Spitze eines fünfundsechzig Meter hohen Baums befindet, der, auf der Spitze eines Hügels, nur unzureichend durch umgebende Artgenossen geschützt ist. Julia ist verrückt vor Angst, fürchtet, den Verstand zu verlieren. Süffisant resümiert sie:

"Vielleicht verlor ich ihn, vielleicht auch nicht. Jedenfalls hörte ich in diesem Moment Lunas Stimme zu mir sprechen. Julia, denk daran, wie sich die Bäume im Sturm verhalten." Durch ihre tatsächliche order imaginierte Identifikation mit der Vegetation, die zu schützen sie gekommen war, gelingt der Heroine eine Einsicht, die mancher vielleicht aus fernöstlich inspirierten Selbsthilfebüchern kennt, kaum einer jedoch auf so wörtliche Weise gelebt haben dürfte:

Julia Butterfly Hill: Die Botschaft der Baumfrau - Cover"Bäume bleiben im Sturm nicht aufrecht stehen. Sie beugen sich dem Wind. Sie kennen die Kraft, die im Nachgeben liegt, sprach die Stimme weiter. Die Bäume und Äste, die versuchen, stark und starr zu bleiben, sind diejenigen, die brechen. Jetzt ist nicht die richtige Zeit, um stark zu sein, Julia, oder auch du wirst brechen. Lerne von den Bäumen. Lass einfach los. Nur so kannst du diesen Sturm überleben. Und so wirst du auch die anderen Stürme des Lebens überstehen."

 Julia versteht schnell, dass es nicht länger eine Frage der Selbstverwirklichung ist, sondern eine Lebensnotwendigkeit, die Kontrolle des Ego fahren zu lassen. Während der Sturm Mensch und Vegetation umherwirbelt, zu brechen und in die Tiefe zu schleudern droht, lässt sie einfach los, lässt sich gehen, entspannt Muskeln und Kiefer. Sie lässt dem Sturm freien Lauf und dem Entgleisen ihrer Vernunft, schreit und heult und lacht in den Wind hinein, schlägt mit den Armen um sich, als sei sie selbst ein Gewächs jenes Urwalds, ein Wesen ohne Hirn, aber mit der Weisheit der Natur begabt, ein Geschöpf, das in Millionen Jahre währender Erfahrung gelernt hat, sich den Naturkräften zu beugen, um vor ihnen bestehen zu können.

"Als der Sturm vorüber war, begriff ich, dass durch meinen Verzicht auf alle Bindungen einschließlich der Bindung an mein Selbst andere Leute keine Macht mehr über mich hatten. Sie konnten mir das Leben nehmen, wenn sie Lust dazu hatten, aber ich würde mein Leben nicht mehr von der Angst bestimmen lassen, wie es so viele Menschen tun, die sich als Opfer unserer mitleidlosen Gesellschaft fühlen. Ich würde mich in meinem Leben von einer höheren Kraft leiten lassen, der Quelle der Schöpfung. Das alles hätte mir nicht klar werden können, wenn ich nicht emotional und spirituell, geistig und körperlich zerbrochen wäre."

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4. Die Stimme der Wälder

Nun ist sie selbst zur Stimme der Wälder geworden. Der Held ist, laut Joseph Campbell, einer der nicht länger für die nackten Bedürfnisse von Körper, Ich, Familie und Gesellschaft lebt, sondern sein Leben in den Dienst einer höheren geistigen Macht stellt. Mythologisch betrachtet, ist diese Macht im Fall von Julia Hill die Natur, welche durch die Stimme Lunas zu ihr gesprochen hat.

Wem eine solche Deutung zu esoterisch, zu verrückt erscheint, dem sei erneut versichert: Es kommt nicht darauf an, ob jene Stimme, die zu Julia sprach, in einem faktischen Sinne die eines anderen Wesens war. Entscheidend ist, dass diese Stimme, die aus den psychischen Abgründen von Julia Hills Bewusstsein emporgestiegen sein mag, erklang und vernommen wurde.

Die Heroine hat alle Herausforderungen der Unterwelt bestanden. Sie hat Größe bewiesen, wo Größe vonnöten war, Standhaftigkeit gezeigt, wo Nachzugeben ein Unterliegen bedeutet hätte, und Nachgeben gelernt, wo Beharrlichkeit als Ausdruck von Selbstüberschätzung zum Untergang führen müsste.

Rebecca Armstrong spricht in ihrem Essay von der vollen Initiation des Schamanen, die Julia durchlaufen habe.

Die Aufgabe des traditionellen Schamanen besteht darin, die Wünsche und Ängste des eigenen Ich loszulassen, um einer tieferen kollektiven geistigen Kraft zum Ausdruck zu verhelfen. Schamanen verdanken ihre Kräfte häufig einer Krankheit oder künstlich herbeigeführten Extremerfahrung. Das Aussetzen in der Natur, nicht unähnlich den Erfahrungen von Julia Hill, gehört dabei zu jenen Techniken, die traditionelle Schamanengesellschaften einsetzen, um in einem ihrer Mitglieder die Geister zum sprechen zu bringen.

Zum Sprachrohr des kollektiven Unbewussten zu werden, ist keine Erfahrung, die man sich herbeiwünscht; Es ist ein bedrohlicher Prozess, der überwältigt und die Aufgabe jedes egozentrischen Begehrens verlangt.

Insofern mag Julia tatsächlich den Weg des Schamanen vollzogen haben: Vom Aufsprengen des eigenen Bewusstseins, dem Hervorbrechen eines nicht etwa pathologisch verzerrten, sondern weitsichtigen Unbewussten, bis hin zum Wirksamwerden der daraus resultierenden Erkenntnis in der Welt des Hier und heute.

Gleichwohl gibt es auch Unterschiede: Die Gesellschaft, aus der Julia stammt ist eine globale Gesellschaft, gebildet aus Milliarden von Menschen unterschiedlicher Kultur, unterschiedlichen Glaubens, unterschiedlicher Denkweisen, Menschen die sich keineswegs als Gruppe erfahren. Schamanengesellschaften dagegen sind überschaubare Gruppen mit identischer Mythologie und Lebensweise. Daher vermag sich ein kollektives Unbewusstes hier in umfassenderer Weise zu äußern, als es auf der Spitze von Luna geschah. Umso bemerkenswerter jedoch, dass eine ansatzweise vergleichbare Erfahrung auch aus einer jungen und unerfahrenen amerikanischen Umweltaktivistin hervorbrechen kann.

Stürme, Einsamkeit und Entbehrung all das, wodurch ein Schamane in traditionellen Schamanengesellschaften trainiert wird, haben die Schleusen auch von Julias Bewusstsein geöffnet, für die Kräfte der Natur, für die Tiefen des eigenen Unbewussten. Anders als manche sich nach tiefer symbolischer Naturerfahrung sehnender europäischer Workshopteilnehmer hat Julia B. Hill nie versucht, ein Schamane zu sein. Es ist ihr passiert — und dies hat sie mit den echten Schamanen gemeinsam.

"Meine Hoffnung ist", so schrieb Joseph Campbell in der Einleitung zu seinem Heros in tausend Gestalten, "dass eine vergleichende Durchdringung des Stoffes zu dem vielleicht nicht ganz verzweifelten Anliegen der Kräfte beitragen könnte, die in der Welt von heute auf eine Einigung hinarbeiten — nicht im Namen irgendeines kirchlichen oder politischen Imperiums, sondern im Sinne gegenseitigen Verstehens der Menschen. So wird uns in den Veden gesagt: Die Wahrheit ist eine, die Weisen sprechen von ihr in vielen Namen."6

Weisheit lässt sich nicht allein aus Büchern lernen, sie will erfahren werden. Bücher mögen jedoch helfen, die richtigen Erfahrungen zu sammeln. Insofern könnte sich auch die, von manchem vielleicht belächelte, Herkunft Julias als Tochter eines Wanderpredigers eine bedeutsame Rolle in ihrer Entwicklung gespielt haben.

Mythen beruhen, wie alle Bücher, die zu lesen lohnt, auch auf Erfahrung. Julia Hills Buch ist Wert gelesen zu werden, weil hier nicht bloß ein Manifest ausgebreitet wird, das auf einer einseitigen ideologischen Sicht beruht, um vielleicht schon morgen durch ein anderes ersetzt zu werden, das ebenso künstlich und engstirnig daherkommt.

Die Erfahrungen, von denen Julia berichtet, haben archetypischen Charakter insofern, als dass hier dieselben psychischen Kräfte wirksam werden, die alle tieferreichende Mythologie und alle echte Religion begründet haben. Wie diese, so gründet auch Julia Hills Spiritualität in der Erfahrung eines geistigen Durchdrungenseins der Lebenswelt, eine Erkenntnis hervorrufend, die annäherungsweise der des Mystikers gleicht, welcher hinter der Vielheit der Phänomene eine Einheit des Seienden erkennt; Eine Erkenntnis die, und auch hier zitierte Joseph Campbell gerne den Philosophen Schopenhauer7, Mitgefühl im Sinne einer metaphysischen Erkenntnis einer Identität mit dem Anderen resultieren kann. Von diesem Mitgefühl ist auch das Wirken Julia Hills getragen, eine Sensibilität, die nicht ihrer Extremerfahrung in den kalifornischen Wäldern allein entwachsen sein mag, wohl aber durch diese eine Weitung erfuhr.

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5. Politik und Spiritualität

Am Ende einer jeden Heldenreise steht die Rückkehr, und die Weitergabe des Elixiers, der Erfahrung, die einen selbst verwandeln half, an die Menschen. Julia hat, seit sie in die Zivilisation zurückgekehrt ist, Phasen der Regeneration ausgenommen, für die Natur gekämpft, in Vortragsreisen und durch die Gründung einer eigenen Organisation: Circle of Life. Dabei wird sie nicht müde zu betonen, dass es weniger darauf ankommt, anzuklagen und gebetsmühlenartig zu wiederholen, wie schlimm die Zustände sind, sondern aktiv zu werden und nach Lösungsansätzen zu suchen, wo immer man sich vor ein Problem gestellt sieht.

Julia Butterly Hill in der Unterwelt
Julia in in der Unterwelt ...

Landschaft (ein Argument, das dem Zyniker als sentimental gelten mag); Zum anderen zieht der Kahlschlag auch handfeste Folgen nach sich: Die Zerstörung der Wälder verwandelte den lebendigen Waldboden mancherorts in tote Erde, die dem Regen nicht länger zu widerstehen vermochte. Mancher Landbewohner wurde auf drastische Weise für die Folgen der Umweltzerstörung sensibilisiert, indem Schlammlawinen ganze Häuser verschlangen.

Julia Butterfly Hill erzählt in ihrem Buch The Legacy of Luna die Geschichte von Luna, dessen Geschichte zu ihrer eigenen wurde. Die Geschichte von Julia und Luna ist, wie alle echten Liebesgeschichten und Unterweltsschilderungen zugleich eine Reise nach Innen. Manchmal bedarf es außerordentlicher äußerer Erfahrungen, um Menschen zu verwandeln.

Viele Helden mögen scheitern, weil sie auf ihrem Weg Herausforderungen begegnen, denen sie nicht gewachsen sind. Hamlet und Prometheus sind Helden, denen der Ruf des Schicksals zum Verhängnis wurden, deren Geschichten jedoch aufgrund ihres tragischen Potentials faszinieren. Die Namen der meisten gescheiterten Helden erfahren wir jedoch nicht. Helden, die scheitern, sind der Stoff von Tragödien, als Identifikationsfigur ziehen wir verständlicherweise solche vor, die an ihrer Aufgabe — einer scheinbar übermenschlichen Aufgabe — nicht zerbrechen, sondern reifen.

Julia ist, über die initiatorische Extremerfahrung einer zweijährigen Unterweltsreise fernab der Zivilisation, zu einem Sprachrohr der Umweltbewegung herangereift, ohne dabei dem Fehler vieler Aktivisten anheimzufallen, durch kontinuierliches einseitiges Protestieren eine negative Haltung zu entwickeln. Gerne betont sie, dass es Teilen der Umweltbewegung an einem spirituellen Sinn mangelt. Wo Aktionismus nur Aktion und Gegenreaktion hervorruft, kann allein ein von Bewusstseinswandel getragenes Verhalten weitere Kreise ziehen. Unser Handeln wird in einem solchen Fall von der Natur selbst getragen, von Kräften, gegen die man sich nicht stämmen kann, ganz gleich ob es sich um reale, politische oder soziale Stürme handelt.

Die Menschen lieben Geschichten mit gutem Ausgang. Julias Geschichte ist noch nicht zu Ende. Luna wurde vorläufig gerettet, ein Abkommen mit der Holzindustrie sicherte wenigstens für Teile der Wälder vorläufigen Schutz. Luna jedoch wurde später erneut bedroht, als von anonymer Hand versucht wurde, dem Baum mit einer Säge zu Leibe zu rücken. Zu einem Symbol der Umweltbewegung avanciert, erscheint der Redwood namens Luna heute doppelt bedroht. In anderen Regionen geht die Abholzung weiter. Und wo viel Geld im Spiel ist, darf man ohnehin keinem Frieden trauen.

Julia Butterfly Hill mit Schmetterling-Halskette
... und in zivil — eigentlich ein braves Mädchen! Der Schmetterling ist ihr persönliches Symbol. Ihr (Anonymität gewährender) Aktivistenname lautete entsprechend Butterfly.

Zurecht setzt Juli Hill nicht allein auf heroische Aktionen und fernsehgerechte Auftritte. Ihr Ziel ist vielmehr die Verwandlung unseres Geistes. Mensch und Natur lassen sich letztendlich nicht durch spektakuläre Aktionen retten. Nicht Politik allein, sondern nur ein von Bewusstseinswandel begleitetes Handeln vermag langfristig Änderungen herbeizuführen.

So entspricht Julias Engagement ganz dem Standpunkt Campbells. Wenngleich dieser eher konservative Lehrer sich dem Aktionismus seiner Schüler in den Sechziger Jahren gegenüber stets skeptisch gezeigt hat, hätte er an der Vorgehensweise Julias vermutlich nichts auszusetzen gehabt. Campbell pflegte ganz im Sinne vieler Weisheitstraditionen zu betonen, dass man zunächst nicht die Gesellschaft, sondern sich selbst zu verändern habe.

Nur aus einem veränderten und gereiften Bewusstsein heraus lassen sich politisch langfristig Veränderungen herbeiführen, die nicht gleich wieder zu anderen Formen von Gewalt und Unterdrückung führen. Julia Hill scheint diesen Standpunkt zu teilen, auch wenn sie aus der Perspektive einer engagierten Aktivistin spricht.

Die mangelnde Geschlossenheit vieler ihrer Mitaktivisten veranlasste Julia gleich zu Anfang ihrer Mission zu einem zweifelnden Gedanken: "Wenn das die Stimme für die Wälder ist, dann wundert es mich nicht, dass die Wälder verloren sind."

Entscheidend zugleich für ihrer eigene innere Reifung wie auch für ihr äußeres Wirken, war eine Erfahrung in den Baumwipfeln von Luna, ein inneres Sichöffnen, eine Lauschen auf die Stimme der Natur, die im Grunde  die eigene innere, durch Ablagerungen von Erziehung und Konditionierungen übertönte, Stimme ist. Denn wir sind ja selbst Natur. Wir haben es nur vergessen.

 

Martin Weyers, veröffentlicht am 25.05.2006

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 Quellen

 1Julia Butterfly Hill, The Legacy of Luna, zu deutsch erschienen unter dem unglücklichen Titel Die Botschaft der Baumfrau — eine Wortwahl, die dem lebendigen Austausch zwischen Mensch und Vegetation nicht gerecht wird, der Julias Erinnerungen zu einer so faszinierenden Lektüre macht.

2Als der Heidelberg RoundTable im April 2001 startete, gehörte auch Julia B. Hill zu den sehr verschiedenen "Helden" die wir bei der Erkundung der mythologischen Heldenreise thematisiert haben. Gut ein Jahr später, im Juli 2002, erschien dann unabhängig davon der Essay von Rebecca Armstrong als Myth Letter auf der Website der Joseph Campbell Foundation, wo er weiterhin im Archiv verfügbar ist.

3Zitate von Julia B. Hill im Folgenden aus: Die Botschaft der Baumfrau

4Arthur Schopenhauer, Transscendente Spekulation über die anscheinende Absichtlichkeit im Schicksale des Einzelnen

5Micky Harts mythologisches Interesse — wieder ein eigentümlich wachsender Zweig am Schicksalsbaum — hatte übrigens Jahre zuvor zu einer persönlichen Freundschaft mit dem späten Joseph Campbell geführt.

6Joseph Campbell, Der Heros in tausend Gestalten

7Arthur Schopenhauer, Über die Grundlage der Moral

 

Fotonachweis

juliabutterfly.jpg und julialuna.jpg (courtesy of Shaun Walker) mit freundlicher Genehmigung von www.circleoflife.org

juliaoedland.jpg und juliaunterwelt.jpg mit freundlicher Genehmigung von Jill & Keith Foxe (www.fiftythings.com)

 

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