Höhlenbilder - Die geheime Macht der Pflanzen

 

 

Hinter den Spiegeln

E-Mail-Gespräch zwischen
Martin Weyers und Petra Joswig
 
 

PJ:
Durch ihre explosive Kraft fordern Deine Bilder den Betrachter heraus, ohne ihn vollkommen zu vereinnahmen oder zu überwältigen. Zunächst ist man einfach beeindruckt von der starken Sinnlichkeit Deiner Malerei. Danach beginnt das Reflektieren über das, was da eigentlich auf dem Bild geschieht. Das heißt, bevor das Bild anfängt von dem Betrachter vollends Besitz zu ergreifen, setzt ein rationaler Prozeß ein.

MW:
Ich zähle nicht zu jenen Künstlern, die unmittelbar Sinneseindrücke in Bildzeichen umsetzen; Ich male nicht, was ich vor mir, vielmehr was ich in mir sehe, zeichne die Dinge nicht ab, sondern mache sichtbar, was die verschiedenen Kräfte, aus denen sich meine Psyche zusammensetzt, zutage fördern. Meine Bildwelten beruhen auf inneren Erfahrungen, deren Natur eine explosive ist. Die Sprache der Philosophie hält dafür den Begriff des Sublimen bereit. Meine Malerei erfordert daher eine Bildsprache, die unmittelbar berührt, die den Betrachter packt, mit der Kraft des Sublimen.
Allerdings sollte der Effekt nie vordergründig sein. Ich erwarte von meinen Bildern, daß sich hinter der suggestiven Wirkung bei längerer Auseinandersetzung immer weitere Ebenen erschließen mögen, häufig in einem Wechselspiel zwischen intuitiver Bildwahrnehmung und reflektierender Verarbeitung des Gesehenen.
Unsere Psyche setzt sich aus verschiedenen Kräften und Schichten zusammen. Man hat diese Ebenen verschiedentlich mit den Schalen einer Zwiebel verglichen. Löst man eine Schale, findet sich darunter eine zweite, und darunter weitere. Was liegt unter all den Schalen? Was ist der Wesenskern einer Zwiebel?
Dieses Gleichnis sollte auch für die Malerei gelten, denn ein echtes Kunstwerk ist mehr, als bloße Dekoration und auch mehr als die Illustration einer sprachlich erfassbaren Idee. Ein gelungenes Kunstwerk ist genauso lebendig und geheimnisvoll wie die Psyche, der sich seine Entstehung verdankt. Ein Kunstwerk ist ja nicht nur bemalte Leinwand, sondern geistige Wirklichkeit.

PJ:
Was genau meinst Du mit „geistiger Wirklichkeit“?

MW:
Ein Bild ist eine Idee – genauer: ein Konglomerat von vielen Ideen, Gedanken und Emotionen – die Wirklichkeit geworden ist. Das Bild ist fassbar: wahrnehmbar - und leider auch zerstörbar. Es ist von geistiger Qualität, und doch ein Stück Materie, ein Stück Wirklichkeit. Ein Bild tritt ein in die Welt der Dinge durch einen Prozess kreativer Auseinandersetzung mit dem verwendeten Material. Das Malen eines Bildes gleicht einem Geburtsakt: Plötzlich ist etwas da, was vorher nicht da war, obwohl es als Idee eine geheimnisvolle Prä-Existenz geführt haben mag.
Wir alle sind Ideen, die Wirklichkeit geworden sind, mitsamt dem Schmerz der dazugehört. Unser Körper ist ein Gefäß für den Geist. Bilder sind Gefäße für Geistiges. Die Frage zu stellen, was sich hinter der Welt der Phänomene verbirgt - nach dem Zentrum und Ursprung hinter den Zwiebelschalen zu fragen - bedeutet für mich, sich auf die Spur eines letztlich unergründlichen Geheimnisses zu begeben, und auch wenn dieses Geheimnis nie gelöst werden kann, ist es doch seine Vergegenwärtigung mit den Mitteln von Farbe und Leinwand, die jede ernsthafte Malerei ausmacht.
Ein gelungenes Bild ist ein eigener geistiger Organismus, in dem sich die tiefsten Erfahrungen des Künstlers verdichten, und das auch ohne die Person des Künsters weiterwirkt, um fremden Menschen Erfahrungen zu ermöglichen, die denen des Künstlers nahe kommen mögen. Die Wahrnehmung und Auseinandersetzung mit einem Kunstwerk kann zu einer der tiefsten und ernsthaftesten geistig-emotionalen Erfahrungen werden, die dem Menschen möglich sind.
Die intuitive Bildwahrnehmung gleicht einem Blick in eine geistige Welt, welche die Welt eines Anderen ist, allgemein genug jedoch und entpersönlicht, sodass ein Gleichklang bei verschiedenen Menschen entstehen kann, die niemals einander begegnet sind. Durch die Kommunikation zwischen zwei geistigen Welten, die gewöhnlich abgesondert nebeneinander existieren, kann es zu einem Bewusstseinssprung kommen. In einem Bild eröffnen sich Erfahrungsmöglichkeiten, die uns nirgends sonst begegnen, denn es sind die Erfahrungen eines Künstlers, dass heißt eines visionären Menschen, der uns an seiner Vision teilhaben lässt, indem er diese in ein wahrnehmbares Stück Wirklichkeit verwandelt, mit den technischen Mitteln, die ihm zur Verfügung stehen umsetzt und sogar veredelt und damit zu einem geistigen Katalysator für andere werden lässt. Durch die Mittel der Malerei wird ein Gedanke zu einem Stück Wirklichkeit, dem man gegenübertreten und mit dem man sich auseinandersetzen kann. Ein Bild ist etwas, dass auch als verschwommene Ideen in unseren Köpfen existieren mag. Ein Gemälde dagegen gleicht einem lebendiges Wesen mit Körper und Bewusstsein.


PJ:
Dem eigentlichen Malprozeß geht bei Dir eine lange gedankliche Auseinandersetzung mit dem entstehenden Bild voraus. Könntest Du etwas genauer beschreiben, wie der Schaffensprozeß abläuft und inwieweit vorbereitende Skizzen eine Rolle spielen?

MW:
Die eigentliche Arbeit beginnt in der Regel mit dem Zeichnen. Das Zeichnen, das Entwickeln von Formen mit dem Stift, ist für mich eine besondere Weise des Denkens. Ich spüre die Notwendigkeit, auf dem Papier, oder häufig auch auf der Radierplatte, herumzukritzeln, und plötzlich entstehen Formen, die nur zum Teil meine Vorstellungen widerspiegeln, zum Teil aber auch mich selbst verblüffen. Nachdem eine Form entstanden ist, halte ich inne, um zu prüfen und zu reflektieren, ob mit dem Entstandenen etwas anzufangen ist, ob der Einfall zu einer Idee und die Idee zu einem Entwurf heranwachsen kann. Und dann zeichne ich weiter, dabei häufiger hin- und herwechselnd zwischen bewusster und unbewusster Gestaltung. Im Idealfall zeichnet die Hand nahezu automatisch weiter, während ich ihr staunend dabei zusehe. Aber natürlich gibt es auch Zeiten, in denen sich nichts Neues einstellen will, oder das Ergebnis dürftig bleibt. Ist eine Skizze oder Zeichnung so weit entwickelt, dass man von einem Bildentwurf sprechen kann, ist der erste Schritt vollzogen: Was zuvor ein rein geistiges Produkt war, das ich vor meinem inneren Auge erlebte, ist nun ein Stück Realität geworden, das auch von anderen wahrgenommen werden kann.
Nun gilt es, diese Bildidee auf die bestmögliche, das heißt: auf die wirkungsvollste Weise umzusetzen. Ich arbeite also auf der Leinwand weiter, nachdem ich die Zeichnung in groben Zügen übertragen habe, und nun beginnt die Idee erneut, ein überraschendes Eigenleben zu entwickeln. Der inneren Bildvorstellung tritt ein lebendiges Stück Malerei gegenüber, das seine eigenen Rechte und Entwicklungsmöglichkeiten einfordert, ganz so wie ein Kind, das nicht immer so will, wie die Eltern es sich vorgestellt haben. Manchmal beginne ich auch direkt auf die Leinwand zu zeichnen, und auch stellt sich unmittelbar innere Bildvision ein, die zu Maßstab für die Zeichnung wird und mit dieser zusammenzuwachsen hat.
Im glücklichen Fall steht am Ende dieses langwierigen Prozesses ein Bildresultat, das der inneren Bildvorstellung, die für mich stets Maßstab bleibt, ebenbürtig ist, diese in seltenen Fällen sogar übertreffen kann. Und manchmal gelingt auch mit den Mitteln der Zeichnung oder Radierung eine gültige Verwirklichung der Bildidee. Ich ziehe es vor, von Verwirklichung, anstatt, wie üblich, von einer Umsetzung zu sprechen, schließlich handelt es sich doch um einen lebendigen Entwicklungsprozess, bei dem viele, auch maltechnische Faktoren mitwirken, und das gemalte Endergebnis stimmt nie völlig mit der ursprünglichen Bildvorstellung überein.
Der gesamte Malprozeß ist ein geistiger Vorgang. Der künstlerische Akt ist eine geistige und handwerkliche Tätigkeit zugleich. Manchmal gewinnt das Eine, manchmal das Andere die Oberhand. Letztlich jedoch gehen beide Aspekte ineinander auf, so wie Energie zu Materie gerinnt und Materie zu Energie transformiert.
Natürlich gibt es neben der beschriebenen geistigen Tätigkeit noch eine gedankliche Auseinandersetzung mit philosophischen Fragen und mythologischen Symbolen. Diese gedankliche Arbeit führt jedoch nie unmittelbar zu einer Bilderfindung. Malerei sollte direkt aus der inneren Erfahrung entwickelt werden. Aus angelesenem Material lassen sich keine authentischen Bilder entwickeln. Dennoch wird man als Künstler unterschwellig natürlich von allem beeinflusst, womit man sich existentiell auseinandergesetzt hat. Ich stelle beim Betrachten meiner Zeichnungen zu meiner eigenen Überraschung manchmal fest, dass sich auf dem Papier Dinge manifestieren, die symbolisch oder formal an weit zurückliegende Erfahrungen oder Ideen anknüpfen, ohne das mir dies beim Zeichnen bewußt gewesen wäre. Aber die Dinge tauchen nie so wieder auf , wie sie einmal waren. Bilder kehren nicht einfach wieder, sie reinkarnieren sich.


PJ:
Könntest Du ein Beispiel für eine solche Erfahrung nennen?

MW:
Gesänge der Cherubim heißt eine Reihe von Zeichnungen, die über die Jahre hinweg entstanden sind, und die ein und dasselbe Motiv zeigen: Eine Reihe von röhrenartigen Figuren, wie zu Leben erwachte Orgelpfeifen, die sich nach oben hin öffnen um eine Melodie entströmen zu lassen.
1986 habe ich ein Chorkonzert in der Kölner Philharmonie besucht. Angekündigt war neben György Ligeti’s wunderbarem Lux aeterna die Uraufführung einer Komposition von Krzysztof Penderecki mit dem Titel Gesang der Cherubim. Aus einem mir bis heute unbekannten Grund war das Stück jedoch kurzfristig vom Programm gestrichen worden.
Seltsamerweise verwandelte sich die Enttäuschung darüber bald in ein positives Erlebnis: Ich begann den Titel - die Vorstellung geheimnisvoller singender unheimlicher Engelswesen - in eine bildhafte Vorstellung zu verwandeln. Das daraus resultierende Motiv ist über die Jahre hinweg immer wieder in meinen Zeichnungen aufgetaucht, zum Teil ohne dass mir bewusst geworden wäre, dass ich dabei auf eine ältere Zeichnung zurückgreife.
Irgendwann fiel mir dann wieder die ursprüngliche Zeichnung in die Hände, und zu meiner Überraschung konnte ich erleben, wie beharrlich diese Idee in meinem Unbewussten weitergelebt hatte, gleichsam untergetaucht, um beizeiten in verwandelter Form wieder zu Tage zu treten. Wenn man nun eine der neueren Zeichnungen neben der erstmaligen Niederschrift dieser Bildvision sieht, dann wird deutlich, nicht nur welche Kontinuität solche Motive haben können, sondern auch wie sehr sie sich zu verwandeln und weiter zu wachsen pflegen.


PJ:
Es ist auffällig, daß in Deinen Arbeiten bestimmte Elemente wie zum Beispiel Spiral- und Labyrinthformen immer wieder auftauchen. Auch begegnen einem häufig diese zwitterartigen Wesen, die Vogel, Pflanze und Mensch zugleich sind. Vergleicht man Deine Gemälde aus den neunziger Jahren mit den jetzigen Werken, ist eine Kontinuität auf inhaltlicher Ebene und eine enorme Veränderung und Entwicklung auf formaler Ebene zu spüren.

MW:
Diese zwitterartigen Wesen, wie Du sagst, „Vogel, Pflanze und Mensch zugleich“ – mir gefällt die Formulierung – waren schon von Anfang an da. Sie sind das konstante Element in meiner Bildwelt und verbinden meine allerersten Zeichnungen mit den neuesten Bildfindungen. Die Kennzeichnung dieser biomorphen Formen als „Vogel, Pflanze und Mensch zugleich“ berührt mich, weil sie diese Wesen in ein neues, in ein mythisches Licht stellt.
Eine Zeit lang habe ich, resultierend aus der Beschäftigung mit den Büchern von Joseph Campbell, Mircea Eliade und Heinrich Zimmer, das Bedürfnis entwickelt, meine Bilder stärker mit mythischen Gehalten aufzuladen. Ich habe mich jedoch schwer getan, Symbole die mir in den Mythologien der verschiedenen Völker begegneten und im ursprünglichen Zusammenhang durchaus überzeugend wirkten, einfach zu übernehmen. Motive wie die angesprochenen Spiral- und Labyrinthformen indes haben sich direkt aus der Malerei oder, noch zuvor, aus der Zeichnung heraus entwickelt.
Am Anfang stand dabei die Spiralform, und ich glaube dass die Präsenz dieser Form in meinen Bildern sich aus meiner Faszination für die Astronomie entwickelt haben könnte. Die Bilder, die uns die heutigen Teleskope von den Strukturen im Weltall liefern, empfinde ich als atemberaubend, und ich wundere mich, wie wenig die bahnbrechenden Entdeckungen der modernen Physik und Astronomie Eingang in die Welt der Kunst und Kultur gefunden haben.
Sterne und Spiralnebel tauchen bereits in vielen frühen Zeichnungen auf. Sie stellen die vogelhaften, pflanzenhaften oder organisch-antropomorphen Wesen, die meine Bilder bevölkern, in einer kosmische Dimension und verleihen ihnen etwas von tragischen Göttern, denn dies entspricht der Weise, wie ich die Situation des Menschen seit jeher empfunden habe. Irgendwann müssen sich in meinen Bildern aus den Spiralformen die Labyrinthe entwickelt haben.
Zu meiner Überraschung habe ich erst vor etwa zwei Jahren in einem Buch über diese Ursymbole gelesen, daß sich die Form des Labyrinths aus der Spiralform entwickelt hat, was mir nicht bewußt war, obwohl es sich mir, im Nachhinein reflektierend, als vollkommen schlüssig darstellt. Die Spirale wächst, wie am Beispiel einer Schnecke anschaulich wird, aus einem Zentrum heraus, um das herum sich windend, eine zunehmend komplexere Struktur entsteht. Wird die Richtung gewechselt, dann verkompliziert sich das Gewächs zur klassischen Form des Labyrinths, die dadurch gekennzeichnet ist, dass, wer seinen Gängen folgt, zuverlässig zur einsam verborgenen Mitte geleitet wird – dem Punkt unter den Zwiebelschalen. Fügt man nun einige Öffnungen und Querverbindungen hinzu, erhalten wir einen Irrgarten, eine späte Erfindung, die in Renaissance und Barock zunehmend das Labyrinth abgelöst hat.
Meine Labyrinthe sind oft Zwischenformen: Zuweilen umschließen sie, darin dem klassischen Labyrinth gleichend, einen Mittelpunkt, dann wiederum verwuchern sie zu Irrgärten. Manchmal handelt es sich um festgemauerte Formen, dann wiederum wirken sie wie organische Gebilde. Genauso wie die Spiralformen, sind meine Labyrinthe dynamische Gestalten, Formen in Bewegung.
Ich glaube tatsächlich, daß sich in den verschlungenen Wegen die Suche nach dem verlorenen Mittelpunkt spiegelt, dem kaum greifbaren Kern unter den Zwiebelschalen, der Transzendenz hinter dem Sichtbaren, Fühlbaren und Denkbaren. In diesem Zusammenhang hat mich ein Satz von Joseph Campbell über die zerstörerische indische Göttin Kali besonders beeindruckt: „Kali – the word means black and also time – is that black abyss of mystery, out of which all things come and back into which they go.“ Diese Vorstellung eines formverschlingenden und –gebährenden transzendenten Abgrunds ist mir wesentlich näher, als jene Gottesvorstellungen, die uns von den Theologen vermittelt werden.


PJ:
Du vertrittst mit Deinen Bildern einen Standpunkt, der abseits vom Mainstream, aber trotzdem auf der Höhe der Zeit ist. Du greifst existentielle Themen wie den immerwährenden Kreislauf von Leben und Tod auf und kleidest sie in eine Bildsprache, die sich gleichermaßen aus der figurativen Maltradition, gleichzeitig aber auch aus Elementen des Informel speist. Wie würdest Du Deine Position innerhalb der gegenwärtigen Malerei definieren?

MW:
Es gibt in der zeitgenössischen Kunst durchaus einige Maler die ich schätze und die mich inspiriert haben, wie zum Beispiel Emil Schumacher. Aber ich bin nicht auf das Medium Malerei fixiert. Wie Du weißt, beschäftige ich mich genauso mit dem Musiktheater und der Videokunst. Auch wenn die Beeinflussungen durch Künstler, die in einem gänzlich anderen Medium arbeiten, natürlich nie so direkt ausfallen, wie die Einflüsse anderer Maler, hat die Bildwelt, die mir im Tanztheater, etwa bei Jiri Kylian, begegnet, oder in den Bühnenwelten eines Robert Wilson oder den Videoinstallationen von Bill Viola meine Vorstellung von dem was Kunst heute – hier und jetzt inmitten einer materialistisch geprägten Zeit - sein kann und sein soll, entscheidend mitgeprägt. Innerhalb der zeitgenössischen Malerei gibt es Berührungspunkte mit der expressiven Malerei etwa eines Markus Lüpertz. Aber meine Bildvorstellung und meine symbolische Formwelt ist doch zugleich eine ganz andere. Die Beschäftigung mit älterer Kunst, mit den Venezianern Tizian oder Tintoretto etwa, oder mit den großen Malern der Moderne wie Max Beckmann oder Max Ernst, hat, genauso wie die Beschäftigung mit anderen bildnerischen Medien, dazu beigetragen, meine Vorstellung von zeitgemäßer zeitgenössischer Kunst zu entwickeln. Die Kunst ist heute keineswegs am Ende, am Ende ist lediglich eine bestimmte akademische Erwartungshaltung gegenüber der Kunst. Die Malerei ist gerade heute voller Möglichkeiten, wir müssen uns nur von unseren kleinmütigen Anschauungen verabschieden. Kunst sollte mehr sein, als nur ein Spiegel der Zeit, liegt ihre höchste Bestimmung doch darin, hinter die Spiegel zu schauen.
 

 

 

 

 

Portfolio Malerei

Online Galerie

 

"Wie unten so oben, diesen Kernsatz der hermetischen Philosophie etwa könnte der Betrachter in der Arbeit Emanation entdecken: In der einen Hälfte die Spirale, deren Chaos seine geordnete Entsprechung im darüber platzierten Labyrinth findet. Oder die Grafik Die geheime Macht der Pflanzen. Sie weckt im Betrachter viele Assoziationen: Die Blumenzwiebel tief in der Erde erinnert ebenso an einen Kolben über dem  Bunsenbrenner oder an Aladins Wunderlampe, aus der im nächsten Moment durch den langen Hals der Flasche oder den Pflanzenstil der Blume eines der eingeschlossenen Geisterwesen emporsteigt, und sich zur Fee, zum Riesen oder zur Blumenblüte entfalten könnte. Unter dem Kolben ist ein Erdhügel zu erkennen, auch darin eine undefinierbare Gestalt mit zwei Brüsten. Diese alien-, mumien oder kokonähnlichen Wesen [...] finden sich immer wieder bei Martin Weyers, man könnte sie als sein Markenzeichen sehen. [...] Die Arbeiten Martin Weyers' laden ein zu vielfältigen Interpretationsansätzen. Und das macht ihre Stärke aus: Sie wecken im Betrachter Bilder und Assoziationen, Gefühle und Stimmungen, Archetypen unseres unbewussten Seelenlebens."

Die Rheinpfalz

 

 


Höhlenbilder -
Die geheime
Macht der
Pflanzen

2006
Radierung & Aquatinta
von zwei Platten
30 x 20  cm

Preis auf Anfrage


Emanation
(Altar der
Göttin)

2000
Radierung
40 x 20 cm

Preis auf Anfrage

 

 


Gefahrvoller
Aufstieg

2005
Farbradierung
30 x 20  cm

Preis auf Anfrage

 

 


Ins Blaue

2006
Radierung & Aquatinta
19,8 x 18,3  cm

Preis auf Anfrage

 

 


Ausströmung
der Nacht

1999
Radierung
24,2 x 17 cm

Preis auf Anfrage

 

 


Atlas

2005
Radierung
30 x 20 cm

Preis auf Anfrage

 

 


Musik der
Sterne

1998
Radierung
34,1 x 23,5 cm

Preis auf Anfrage


Echnaton

1999
Radierung
20 x 40 cm

Preis auf Anfrage

 

 


Fenster zur
Geometrie

1999
Radierung
25 x 20 cm

Preis auf Anfrage

 

 


Fenster zur
blauen Geometrie

1999
Radierung
25 x 20 cm

Preis auf Anfrage

 

 


Fenster zur
Geometrie

1998
Zeichnung
31,6 x 22,3 cm

Preis auf Anfrage

 

 


Entladung

1998
Radierung
31,6 x 22,3 cm

Preis auf Anfrage

 

 


Aus der Tiefe

1998
Radierung
17,4 x 16,1 cm

Preis auf Anfrage

 

 


Sternenbrut

2003
Radierung
24,9 x 17,9 cm

Preis auf Anfrage

 

 


Übergangszone

1998
Radierung
19 x 16 cm

Preis auf Anfrage

 

 

 


Die Odyssee des
Sonnenwagens
(2. Auflösung)

2005
Radierung
40 x 20 cm

Preis auf Anfrage

 

 


Gesang der
Cherubim

1998
Zeichnung
17,5 x 16,8 cm

Preis auf Anfrage

 

 

 


Gesänge der
Cherubim

2002
Radierung
30 x 20 cm

Preis auf Anfrage

 

 


Wo die Stürme
ruhen

1999
Radierung
35,2 x 28,6 cm

Preis auf Anfrage

 

 


Durch die Mitte

2003
Radierung
20 x 15 cm

Preis auf Anfrage

 

 


Geburt der
Milchstrasse

2002
Radierung
30 x 20 cm

Preis auf Anfrage

 

 


Geburt der
Milchstrasse

1997
Zeichnung
24 x 17 cm

Preis auf Anfrage

 
   
 

 

 
 
   
 
   
 
   

 

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