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Die
Verwandlung der Wirklichkeit:
Kunst und Spiritualität nach der Postmoderne
EUR 12,00
Broschiert: 135 Seiten, Farbabbildungen
Verlag: Drp Rosenkreuz; Auflage: 1 (1. Juni 2009)
Begleitbuch zu der gleichnamigen Veranstaltung der Stiftung Rosenkreuz
im Gesprächsforum des Kölnischen Kunstvereins
Martin Weyers, Der Künstler und das Unsichtbare. Die Bedeutung von
Vision und Mythos für eine zeitgemäße transzendente Kunst; Rüdiger
Sünner, "Heilige Spiele". Zum Verhältnis von Spiritualität und Film;
Michael Evers, Neuplatonismus nach der Postmoderne; Peter Guttenhöfer,
Spiritualität und Kunst. Friedrich Schillers Idee vom "Spiel" als Weg
zur Freiheit
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Infos
Im künstlerischen
Werk von Martin Weyers fließen divergierende Ansätze zusammen. Es
finden sich Anklänge sowohl an die klassische Moderne als auch an
traditionelle Altarbilder.
Starken Einfluss auf die Gemälde, Zeichnungen und Druckgrafiken von
Martin Weyers hat die Beschäftigung des Künstlers mit
naturwissenschaftlichen Evolutionsprozessen, die er als Movens allen
Lebens auf geistesgeschichtlicher und mythologischer Ebene gespiegelt
sieht. Unter diesem Aspekt versteht der Maler sein Studium der
Kunstgeschichte und Philosophie als geistige Ausbildung in den
Disziplinen, die sein Kunstschaffen unmittelbar berühren.
Martin Weyers
entwickelt in seinen Arbeiten eine eigene, unverwechselbare
Bildsprache. Organisch-Figürliches wird auf ein archetypisches
Formvokabular zurückgeführt und in abstrakte Farbräume eingebettet.
Menschliche Körper muten wie urzeitliche Idole an; fließende
organische Formen entwachsen Gefäßen oder Erdspalten. Labyrinthe
symbolisieren Wege spirituellen Wachsens; Computerplatinen markieren
Kraftfelder, denen kosmische Energien entströmen. Die zentrierten
Bildkompositionen präsentieren sich so als überzeitliche Ikonen.
In
mehreren Schichten bauen sich Ölfarbe, Kreiden, Kohle und Sand als
bildnerisches Material auf der Leinwand auf. Reale Gegenstände
vervollständigen das Relief des Bildes und stellen eine Verbindung her
zwischen Bildwelt und Außenwirklichkeit. Buntfarben werden schwarz
übergangen und durch Grattagen und Ritzungen sogleich wieder
freigelegt.
Martin
Weyers entwickelt seine bildnerischen Ideen in verschiedenen
künstlerischen Medien, deren Eigenheiten in der jeweiligen Umsetzung
stets gewahrt bleiben und einbezogen werden. In einem kontinuierlichen
Schaffensprozess inkarniert sich die innere Schau des Malers so in
unterschiedlichen Bildfindungen. Die Arbeiten laden den Betrachter zu
kontemplativer Auseinandersetzung ein; ihr sakraler Charakter verweist
auf spirituelle Welten.
Maria Lucia Weigel
Maria Lucia Weigel studierte Europäische Kunstgeschichte, Klassische
Archäologie und Ägyptologie. Sie leitete die Bettendorf'sche Galerie
"im Schloßgarten" in Gauangelloch/Leimen (Galerie für zeitgenössische
afrikanische Kunst), arbeitete für das Melanchthonhaus Bretten
(druckgrafische Sammlung), und war als wissenschaftliche
Hochschulassistenz im Rektoramt der Staatlichen Akademie der Bildenden
Künste Karlsruhe tätig. Seit 2004 freie Kunsthistorikerin.
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